BCD Travel Umfrage: Virtuelle Conferences haben auch Schwachstellen

Jamie Linger

Table of Contents Fehlender menschlicher KontaktDie Zukunft der ArbeitÜber die Umfrage Mit Hilfe einer Umfrage erforschte BCD Travel die Einstellung Geschäftsreisender zum Arbeiten nach der Pandemie. Die Ergebnisse zeigen, dass die Reisenden eine virtuelle Zusammenarbeit als primäre Meeting-Methode auf lange Sicht für bedenklich halten. Es fehle unter anderem an der […]

Mit Hilfe einer Umfrage erforschte BCD Travel die Einstellung Geschäftsreisender zum Arbeiten nach der Pandemie. Die Ergebnisse zeigen, dass die Reisenden eine virtuelle Zusammenarbeit als primäre Meeting-Methode auf lange Sicht für bedenklich halten. Es fehle unter anderem an der zwischenmenschlichen Komponente.

Auch wenn virtuelle Conferences und Telearbeit aus dem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken sind, bleiben Geschäftsreisenden persönliche Treffen wichtig. Das geht aus einer Umfrage des niederländischen Anbieters für globales Geschäftsreisemanagement, BCD Vacation, hervor, die vom 6. bis 20. Juli 2021 durchgeführt wurde und an der 738 Geschäftsreisende weltweit teilnahmen. So gaben 76 Prozent aller Umfrageteilnehmer an, dass Geschäftsreisen ihnen helfen, ihre Arbeit effizient zu erledigen. Wenn die Pandemie abgeklungen ist, wünschen sich über die Hälfte der Befragten in gleichem Maße unterwegs zu sein wie vor der Pandemie, rund ein Viertel zieht es vor, weniger zu reisen, und neun Prozent möchten sogar mehr reisen.

Mit Blick auf die Firmenreiserichtlinie ist 64 Prozent der Geschäftsreisenden nach Abklingen der Pandemie vor allem wichtig, dass sie selbst darüber entscheiden können, ob sie auf Reisen gehen oder nicht. Darüber hinaus wünscht sich rund die Hälfte der Befragten einfachere Genehmigungsprozesse und mehr Direktflüge.

Bei der Gegenüberstellung von virtuellen Conferences und persönlichen Treffen nennen 74 Prozent der Befragten persönliche Kundentermine als wichtigsten Grund für Geschäftsreisen, gefolgt von Teambuilding, Gross sales Conferences und Treffen mit Lieferanten und anderen Geschäftspartnern.

Die größten Hindernisse bei Geschäftsreisen sind laut aktueller Umfrage vor allem Quarantänebestimmungen bei der Ankunft, plötzliche Lockdowns und sich ständig verändernde Reisebestimmungen. Die Ergebnisse zu den Hindernissen decken sich laut BCD mit denen früherer Umfragen des Unternehmens.

Fehlender menschlicher Kontakt

Geschäftsreisende sind sich laut Umfrage einig, dass Telearbeit und virtuelle Meetings zum Alltag gehören. Allerdings würden diese Methoden eindeutig den Aufbau von Beziehungen erschweren. Die größten Schwachstellen virtueller Conferences liegen laut der Befragten bei fehlendem menschlichem Kontakt (66 Prozent), gefolgt von begrenzten Interaktionsmöglichkeiten (58 Prozent), leichterer Ablenkung (54 Prozent) und der Untauglichkeit für bestimmte Meetingformen (51 Prozent). Auch das sogenannte „Zoom-Fatigue“ und technische Problemen wurden von 49 Prozent der Befragten als Schwachstellen genannt.

Laut BCD Journey seien Encounter-to-Experience-Meetings nicht nur ein entscheidender Faktor für das Erreichen von Unternehmenszielen. Aus Unternehmenssicht sorgten sie zudem für ein effizientes Arbeiten und zwischenmenschliche Kontakte. Täglich werden Millionen von Menschen geimpft, was dazu beitrage, dass ein Großteil der Mitarbeitenden in den Unternehmen „wieder auf Reisen gehen will, trotz der jüngsten Ausbrüche der Delta-Variante“, so Mike Janssen, World Main Operating Officer und Chief Industrial Officer bei BCD Travel. Daneben sollten die Unternehmen laut Janssen überlegen, ihren Angestellten künftig eine Entscheidungsbefugnis über das Reisen zu geben, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.

„Während in einigen Teilen der Welt die Pandemie langsam zurückgeht, sind andere Regionen weiterhin auf virtuelle Conferences angewiesen„, sagt Scott Graf, Worldwide President bei BCD Conferences & Events. Nach Angaben von Graf müssten sich Veranstaltungsplaner und -manager neue Fähigkeiten aneignen, um Schwächen virtueller Meetings, wie etwa die fehlende Interaktion, ausgleichen zu können. Schulungen oder ausgelagerter Support könnten helfen, Methodiken zu entwickeln, die die Konzentration als auch die Determination von Mitarbeitern fördern.

Die Zukunft der Arbeit

Die an der Umfrage teilnehmenden Geschäftsreisenden wurden auch zum Thema „Zukunft der Arbeit“ befragt. Dabei sind 57 Prozent aktuell in der Telearbeit tätig, während es vor der Pandemie nur 24 Prozent waren. Die Umfrage ergab, dass 71 Prozent der Befragten einer Mischung aus Tele- und Büroarbeit, ein Fünftel Telearbeit in Vollzeit und nur sechs Prozent einer Vollzeitbeschäftigung im Büro bevorzugen.

Auf die Frage nach „Bleisure“ gab knapp die Hälfte der Befragten an, dass sie sich vorstellen könnten, eine Geschäftsreise um ein paar Tage Freizeit zu verlängern. 38 Prozent würden gern in Begleitung eines Partners oder Freundes geschäftlich reisen. Etwa ein Drittel könnte sich vorstellen, ihren Aufenthalt zu verlängern und am Zielort eine Telearbeit aufzunehmen und 32 Prozent würden erwägen, eine Geschäftsreise mit einem ein- bis zweiwöchigen Urlaub zu verbinden.

Über die Umfrage

Laut BCD unterhält das Unternehmen eine eigene Rechercheabteilung, die regelmäßig Primärdaten sammelt und auswertet. Die Erkenntnisse fließen unter anderem in die Entwicklung von Produkten und Serviceangeboten ein und sollen Kunden und anderen Branchenteilnehmern wichtige Einblicke bieten.

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